Zerreißprobe

Die Zerreißprobe – Wie die Angst vor dem Fremden unsere Demokratie bedroht.

16 Feb 2017 19:00h

Jüdisches Museum Berlin - Gärten des Exils (2004). PhilippN. CC BY-SA unported 3.0.Jüdisches Museum Berlin (Großer Saal)

Lindenstraße 9–14

10969 Berlin

www.jmberlin.de

Mit Gästen: Lamya Kaddor (Autor*in, Pädagog*in, Islamwissenschaftler*in), Staatsminister*in Aydan Özoğuz (SPD) (Staatsminister*in bei der Bundeskanzler*in als Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration), Andreas Zick (Institut f. interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Uni Bielefeld).

Moderator*in: Yasemin Shooman (Leiter*in Akademieprogramme des Jüdischen Museums Berlin).

Talk on Thursday 16 Feb 2017 19:00h "Die Zerreißbrobe. Wie die Angst vor dem Fremden unsere Demokratie bedroht." Jüdisches Museum Berlin.

···

Eine Reaktion

Tolle Diskussion, gut moderiert, und aufmerksame Publikumsbeteiligung! Ich habe das Eine oder Andere davon mit auf den Wegbekommen und bekam wieder die Gelegenheit über “Identität” nach denken zu dürfen.
Ich Teile auch die Skepsis Prof. Zicks, dass ein “Verfassungspatriotismus” realistisch zu erwarten ist. Die kommunistische Internationale hat für ein Zusammengehörigkeitsgefühl in der DDR auch nicht gereicht. Die Diskussion fiel aber nicht gleich Mangels eindeutiger Lösungsansätze in die sonst gern aufgegriffene Argumentationsschien, dann sollten alle, die ihr Deutschtum dahinschwinden sehen, zu Kosmopoliten werden.

Auch umschippert man/frau gekonnt das Godwinsche Gesetz, wobei man/frau wenn man/frau nicht sofort eine Erklärung für Gegenwartskonflikte bei der Hand hat, sich Analogien zu den deutschen 30er/40er Jahre bedient. Man/frau verharrte wohltuend stur in der Gegenwart.

Ich hätte mir dennoch mehr zur Instrumentalisierung der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit durch angeblich Zentristischen politischen Akteur*innen, die von Frau Kaddor angeschnitten wurde, von den anderen Gästen der Gesprächstrunde gewünscht. Auch, dass es sich beim derzeitigen, hiesigen Hadern mit “unserer” angeblich tradierten Menschenliebe um Wohlstandschauvinismus handelt, und nicht um das Rebellieren einer geschundenen Bevölkerung, kam auch nicht deutlich zur Sprache. (Dass der eine oder der/die andere “besorgte” Mitbürger*in in Anbetracht des Tempos mancher Gegenwartsphänomene möglicherweise erschrocken sein mag, lassen wir mal ausnahmsweise nicht als Beeinträchtigung deren wie auch immer gearteten Unversehrtheit oder Menschenwürde gelten.)

Foto: Jüdisches Museum Berlin, Garten des Exils (2004). Fotograph: PhilippN. Foto URL: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Garten_des_Exils_Gesamt.jpg?uselang=de. Creative Commons Lizens: CC BY-SA 3.0 unportiert. Zuletzt überprüft: 16 Feb 2017.

My own work is licensed under a Creative Commons Attribution 4.0 International License. To material referenced in this blog, or to which links have been set, other licensing conditions may apply. Creative Commons Lizenzvertrag

Advertisements