Partnerschaft

Adjectives off my Partnership, Please.

In a recent on-line chat on a gay hook-up site, i was asked whether i was in an open relationship. The word evoked an angry tightening in my gut, and i answered that i found the term misleading at best, and that it wouldn’t be my choice of wording. The rationalization came prompt, he was not up for “term clarification” and merely wanted to know if i had sex with people other than my partner, adding in essence “a rose by any other name … “. Still my nausea in the face of this common euphemism did not let up. I resented the compulsion to add qualifiers to my daily life. My partnership is neither “open”, nor “queer”, nor “modern” nor “radically different”, nor in need of any other limiting adjective. My partnership is a partnership. Anyone wishing to know whether we wear socks to bed, may ask candidly. No need for a category sock-to-bed-wearing partnership.”

O–Tone:

Es geht mir nicht um die “Definition von Begrifflichkeiten,” sondern um einen Denkmoment, der weitaus Grundsätzlicher ist als nur das Klären von Begriffen. Es geht mir um die Basisannahme, man könne Bedeutung universalisieren bzw., dass es so etwas wie die Essenz einer Idee überhaupt gibt. Um bei Deinem Beispiel mit dem Regen zu bleiben, Du regtest an, man möge sich doch einigen, dass “[Regen] feucht ist und aus Wasser besteht,” – exakt dies halte ich für ein Ding der Unmöglichkeit. Der Grund hierfür? Jeder wird “feucht”, und “Wasser” sowie der Punkt ab dem ich “Regen” als solches definiert, anders erfahren als der Nächste, und sei es nur geringfügig anders.

Die Idee, man könne Dinge wirklich sprachlich (oder auch anderweitig) so darstellen, dass jeder das Selbe vor Augen hat, ist bestenfalls eine naive Annahme. Nicht selten, ist eine solche Vorwegnahme der mehr oder weniger bewusste Versuch von Vertretern einer vorherrschenden Meinung, die Wahrnehmung Anderer zu diskreditieren, oder zumindest zu moderieren.
Wenn ich dazu genötigt werde Meine Partnerschaft mit einem Adjektiv zu qualifizieren, unterstellt man damit der Partnerschaft die Abweichung von einer Vorgabe. Das lasse ich nur ungern zu, denn ich empfinde meine Partnerschaft, als Partnerschaft ohne qualifizierende Adjektive wie beispielsweise “offen”, “gleichgeschlechtlich”, “homosexuell”, “modern”, oder dergleichen. Die Art wie mein Partner, und ich unsere Partnerschaft führen hat viel mit Pragmatismus, aber auch mit unseren Persönlichkeiten, und Lebensumständen zu tun. Das unterstelle ich aber jeder zwischenmenschlichen Interaktion. Das Auferlegen des Adjektivs “offen” sehe ich als mehr als nur der Versuch zu klären, ob er, oder ich eventuell bereit wäre mit dem Einen oder Anderen Sex zu haben. Es ist der aktive Versuch meiner Partnerschaft die unbedingten Gültigkeit ab zu sprechen. Dagegen sträube ich mich, und nicht dagegen ob ich lieber ein anderes Adjektiv vor meiner Partnerschaft stehen hätte.

Paaraktrobatik, Urheber unbekannt. Couple acrobatics. Artist unknown. Last viewed: 23 Okt 2014. Should this be your image, please contact me as to licensing/intellectual property restrictions, as i have as yet been unable to determine any terms of use.

Bonobo group with baby. Image courtesy of Wikipedia. Creative Commons image. License: attribution – share and share alike (BY SA). URL: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bonobo_group_with_baby_%284530705517%29.jpg Last viewed: 23 Okt 2014.

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