Eurasismus article Jean-Marie Chauvier in Le Monde Diplomatique (de)

It has never been a secret that there is a certain continuity in rightist thinking, and political influence (not only in the FRG) even after the official defeat of Fascism with the Allied victory over national socialist German in 1945. The self-confidence, and public visibility of radical, (rightist) populist currents is however a conspicuous phenomenon of the current era, not only in Europe, and North America, but as this article* by prominent journalist and author Jean-Marie Chauvier lays out, also in Russia, and other former states of the Soviet Union. I wonder what influence this will have on our daily lives, and the political realities as time goes on.

Die Wiederentdeckung Eurasiens

Putin erhebt eine alte Idee zur geopolitischen Doktrin 
(link to article)

von Jean-Marie Chauvier, in
Le Monde diplomatque, deutsche Ausgabe on–line

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"Am 29. Mai gründeten Russland, Weißrussland und Kasachstan die Eurasische Union, die im Januar 2015 in Kraft treten soll. Das Zusammenrücken der wichtigsten Länder der ehemaligen Sowjetunion ist Teil des strategischen Konzepts, Russland wieder als regionale Vormacht zu etablieren. Das Projekt erfährt in der russischen Öffentlichkeit breite Zustimmung.

Die einflussreichste Ideologie stammt von dem 52-jährigen Philosophen Alexander Dugin, der eine Theorie des “Eurasismus” entworfen hat.

Alexander Dugin, Protagonist eines “Nationalbolschewismus ohne Limonow”, rief 2011 die Eurasia-Bewegung ins Leben, der orthodoxe Christen, Muslime und Juden angehören. 2012 publizierte er seine “Vierte politische Theorie”(4), in der er Kommunismus und Faschismus für gescheitert erklärt. Deshalb habe die dritte Theorie, der Liberalismus, triumphiert, was aber weder das “Ende der Geschichte” noch der Ideologien bedeute. Dugins Konzept eines “aktiven Konservatismus” ist antirationalistisch und antidemokratisch, denn die Eliten legitimieren sich ja aus ihrer Spiritualität. Es verachtet den Liberalismus, verweigert sich dem Fortschrittsgedanken und rechtfertigt den starken Staat (im Sinne Carl Schmitts).

Die Eurasisten offerieren den Machthabern in diversen Hauptstädten Eurasiens ein breites Angebot an Ratschlägen, wie man dem Vordringen des westlichen Modells entgegentreten könnte – also dem, was die Eurasisten als “Anakonda-Strategie” der USA bezeichnen. Wobei sie davon ausgehen, dass Washington nach der “Orangen” und der “Rosen-Revolution” und erst recht nach dem jüngsten “Staatsstreich” in der Ukraine bereit wäre, den Russen auch mit militärischen Mitteln den Hals zuzudrücken.

… "*

* Die Wiederentdeckung Eurasiens, Putin erhebt eine alte Idee zur geopolitischen Doktrin: Jean-Marie Chauvier in Le Monde dipomatique deutsche Ausgabe on–line, 13 June 2014 [http://www.monde-diplomatique.de/pm/2014/06/13.mondeText1.artikel,a0051.idx,14] last viewed 19 June 2014.

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