Snowden vor den NSA-Untersuchungsausschuss?

Reaktion auf Leserkommentare und ein Artikel* auf sueddeutsche.de sowie auf Facebook

Edward Snowden, der unheimliche Zeuge, Von John Goetz, Georg Mascolo und Hans Leyendecker.

Poster of Edward Snowden in front of the Brandenburg gate

Und wenn der Mann hier unsere Neugier gestillt hat, und nach einigen Wochen “yesterday’s news” ist, wer schützt den armen Herrn Snowden vor der Auslieferung an die Amerikaner, und deren bittere Rache? Soll es ihm etwa wie Chelsea Manning gehen, die uns um eine Schauergeschichte reicher gemacht hat, und nun den Rest ihres Lebens in einem US Militärgefängnis versauern darf, während das was sie ans Tageslicht gefördert hat mittlerweile nicht mal mehr ein müdes Achselzucken bei den Wählern, und Politikern hervorruft.

Und was wollen wir mit der Aussage erreichen. Glaubt wirklich jemand, dass wenn bewiesen werden kann, dass die USA rücksichtslos, und ohne jeglicher Skrupel handelt, hätten wir irgend ein Mittel um sie zu motivieren ein solches Vorgehen in Zukunft zu lassen?

Wir hätten dann unsere Wahrheit für den Moment, könnten uns auf die Schulter klopfen, und selbst-zufrieden “ich wussts doch” grunzen, um dann wieder zum Tagesgeschäft zurück zu kehren. Was wird für sein Opfer der Dank sein? Etwa ein verwirktes Leben wie im Fall Manning?

Postscriptum: Und wenn wir die trans-atlantische Partnerschaft de facto mit der Gewährung von Asyl für Edward Snowden aufgekündigt haben werden, womit möchte man sie dann ersetzten. Die Ausweichmöglichkeiten sind nicht gerade verlockender als der Ist-Zustand.

* Edward Snowden, der unheimliche Zeuge, John Goetz, Georg Mascolo und Hans Leyendecker, in süddeutsche.de, 10 April, 2014, http://www.sueddeutsche.de/politik/nsa-untersuchungsausschuss-edward-snowden-der-unheimliche-zeuge-1.1934907 (last viewed 11 April, 2014).
Foto: John McDougall/AFP

Advertisements